Laura Nolte (r) und Anschieberin Leonie Kluwig holen bei der Zweierbob-EM Silber. Im Weltcup reicht es für Platz drei.

Mit einer erneuten Aufholjagd hat Laura Nolte im Zweierbob EM-Silber geholt. Auf der Natureisbahn in St. Moritz raste die 27 Jahre alte Zweierbob-Olympiasiegerin mit Anschieberin Leonie Kluwig von Platz sechs mit Laufbestzeit noch auf Weltcup-Rang drei, was im Race-im-Race-Modus für EM-Silber hinter Europameisterin Melanie Hasler aus der Schweiz reichte. 

EM-Bronze sicherten sich Kim Kalicki und Talea Prepens, die im Weltcup auf Platz vier landeten. Die nach Lauf eins führende Lisa Buckwitz patzte im Finallauf mehrmals und fiel mit Kira Lipperheide auf Weltcup-Rang fünf und EM-Platz vier zurück. 

«Wir sind super zufrieden, denn wieder mit Startnummer vier war es super unglücklich. Mit Startbestzeit und Laufbestzeit können wir sehr zufrieden sein», sagte Nolte, die im Ziel gleich die siegreiche Hasler umarmte. Den Sieg im Weltcup sicherte sich Kaillie Humphries Armbruster aus den USA, die nach Sigulda ihren zweiten Saisonsieg verbuchte und den Rückstand im Gesamtweltcup auf die Führende Nolte verkürzte. 

Mit offenem Visier 140 Stundenkilometer

Auch im kleinen Schlitten hatte Nolte Startnummer vier und holte dann im zweiten Lauf nochmal auf und sicherte sich EM-Bronze. Die in Führung liegende Buckwitz haderte mit einem Missgeschick. «Mein Visier war nach dem Horse-Shoe offen, deswegen habe ich bei 140 km/h nicht mehr viel gesehen. Sehr ärgerlich und nicht schön für Kira, denn es gibt sicherlich ein paar blaue Flecken», sagte Buckwitz nach einigen harten Banden im unteren Speedteil der Bahn im Schweizer Engadin.