Ryan Searle sprach über seine Sehschwäche.

Ryan Searle hat nach seinem Halbfinal-Einzug die große Bühne der Darts-WM genutzt und auf seine seltene Augenerkrankung aufmerksam gemacht. Nach dem 5:2 über Jonny Clayton sagte er beim TV-Interview in London: «Ich habe eine Nachricht an die Menschen da draußen. Ganz offensichtlich kann ich nicht besonders gut sehen: Lasst euch nicht aufhalten! Ich möchte diesen Menschen eine Inspiration sein.»

Der 38 Jahre alte Engländer, der am Freitagabend im WM-Halbfinale auf Weltmeister Luke Littler trifft, leidet an einer autosomal dominanten Optikusatrophie, bei der der Sehnerv über die Zeit geschädigt wird und die Sehkraft dadurch nachlässt. 

Searle muss sich immer wieder bei Referee erkundigen

«Es ist eine erbliche Erkrankung. Bei meinem Sohn ist es nicht so schlimm, aber bei meiner Tochter ist es sehr schlimm. Auf naher Distanz kann sie alles sehen, bis etwa 1,80 Meter. Aber danach wird ihr Sehvermögen wirklich schlecht», schilderte Searle, der schon häufiger über seine Erkrankung gesprochen hat – allerdings noch nie in einem solch großen öffentlichen Fokus wie nun bei der WM.

«Wenn ich viel Bewusstsein dafür schaffen und beitragen kann, ein Heilmittel zu finden, bedeutet mir das viel», sagte Searle. Seine eigene Sehschwäche macht sich beim Darts vor allem dadurch bemerkbar, dass er den Schiedsrichter immer wieder fragen muss, welches Feld er erwischt hat. Searle steuert mit entsprechenden Kontaktlinsen dagegen. In WM-Runde drei hatte er den besten deutschen Profi Martin Schindler klar mit 4:0 besiegt.