Bayer Leverkusen hat den Jahresauftakt in der Bundesliga vollends verpatzt. Die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand kassierte eine Woche nach dem 1:4 gegen den VfB Stuttgart eine verdiente 0:1 (0:1)-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim. Damit überließ die Werkself einem direkten Rivalen im Kampf um einen Champions-League-Platz die Punkte.
Die erneut starken Kraichgauer feierten den sechsten Heimsieg in Serie und distanzierten Bayer auf nun vier Punkte. Für die TSG traf Wouter Burger vor 26.957 Zuschauern in Sinsheim bereits in der 9. Minute.
Wenig Überzeugung vor dem Spiel in Piräus
Die Leverkusener, die am 4. März noch das unter der Woche ausgefallene Spiel beim Hamburger SV nachholen müssen, legten jedenfalls keine gelungene Generalprobe für die Königsklassen-Partie am Dienstag bei Olympiakos Piräus hin. Zuletzt hatte Bayer vor 22 Jahren die beiden ersten Spiele nach der Winterpause verloren.
Der Höhenflug der Hoffenheimer hält hingegen an. Stürmerstar Andrej Kramaric war mit seinen beiden kleinen Kindern in die Arena eingelaufen. Nach seinen drei Toren am Mittwoch beim 5:1 gegen Borussia Mönchengladbach durfte sich der kroatische Nationalspieler vor dem Anpfiff noch einmal feiern lassen: Vor fast genau vor zehn Jahren hatte er beim 1:1 gegen Leverkusen sein Bundesliga-Debüt gegeben.
Flekken verschätzt sich
Der frühe Torjubel der TSG und ihrer Fans galt jedoch Mittelfeldspieler Burger. Der Niederländer düpierte Mark Flekken mit seinem Freistoß von rechts. Der Bayer-Keeper hatte wohl mit einer Flanke gerechnet, und so senkte sich der Ball hinter ihm ins Netz.
Bei Bayer liefen die Offensivbemühungen in der Anfangsphase fast nur ins Leere. Hjulmand hatte die beiden Rückkehrer vom Afrika Cup, Ibrahim Maza und Christian Kofane, erst mal auf die Bank gesetzt. Alejandro Grimaldo und Ernest Poku belebten dann über links die Angriffe der Gäste etwas.
Keine Bayer-Chance in Halbzeit eins
Nach einer guten halben Stunde schwärmten bei den Gastgebern immer häufiger wieder Kramaric oder seine beiden jungen Nebenleute Fisnik Asllani und Tim Lemperle aus. Mehrere Schussversuche der TSG gingen jedoch über Flekkens Tor, während Leverkusen in der ersten Halbzeit keine einzige Chance verbuchte.
Darauf reagierte Hjulmand, der Maza und Kofane brachte. Doch auch nach dem Seitenwechsel machte die TSG Druck: Flekken musste erst gegen Burger retten (50.), wehrte dann einen gefährlichen Ball von Vladimir Coufal ab (52.) und hatte Glück, dass Alexander Prass den Abpraller über die Latte drosch. Dabei verletzte sich der Bayer-Schlussmann und musste dann nach einer Stunde angeschlagen vom Platz. Janis Blaswich ersetzte ihn.
Schick vergibt zweimal den Ausgleich
Hoffenheims Nationaltorwart Oliver Baumann glänzte kurz danach, als er einen Freistoß von Grimaldo abwehrte. Patrik Schick setzte den Nachschuss aus drei Metern drüber und verpasste so die dicke Gelegenheit zum Ausgleich. In der Schlussphase vergab er sie erneut, als sich Hajdari sich in seinen Ball warf. Lemperle hätte allerdings zuvor das 2:0 für Hoffenheim machen müssen.

