28. Februar 2025

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Rabobank kehrt nach Doping-Skandal in den Radsport zurück

Rabobank kehrt nach Doping-Skandal in den Radsport zurück

Nach über einem Jahrzehnt der Abwesenheit aufgrund von Doping-Affären kehrt Rabobank als Sponsor im Radsport zurück, unterstützt nun das Team Visma mit Jonas Vingegaard.

Mehr als ein Jahrzehnt nach ihrem Rückzug aufgrund von Doping-Skandalen kehrt das niederländische Unternehmen Rabobank in den Radsport zurück. Die Bank wird als Sponsor des Teams Visma auftreten, das von dem zweimaligen Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard angeführt wird. Laut einer Mitteilung des Rennstalls gilt das Engagement ab dem 1. Juli und ist auf dreieinhalb Jahre angelegt.

Ein Zeichen für Fortschritt

„Die Rückkehr zeigt, wie sehr sich der Radsport in den vergangenen Jahren entwickelt hat und wie unser Team zu einem Synonym für Professionalität, Integrität und Erfolg geworden ist“, erklärte Teamchef Richard Plugge.

Die Vergangenheit von Rabobank

In den 1990er Jahren und zu Beginn der 2000er Jahre gehörte Rabobank zu den erfolgreichsten Teams im Radsport. 2012 zog sich das Unternehmen jedoch als Sponsor zurück, da man die Überzeugung verloren hatte, dass ein sauberer Profi-Radsport möglich sei. Auslöser waren die Enthüllungen über den ehemaligen siebenmaligen Tour-Sieger Lance Armstrong, dessen Titel nach seinem Geständnis aberkannt wurden.

Die Rabobank-Mannschaft hatte zuvor bereits mit Doping-Skandalen zu kämpfen. 2007 wurde der dänische Radfahrer Michael Rasmussen, der das Gesamtklassement anführte, von der Teamleitung aus der Tour de France genommen, weil er falsche Angaben zu seinem Aufenthaltsort gemacht hatte. Im Jahr darauf folgte ein positiver Doping-Test des vielversprechenden Fahrers David Dekker. Zudem stellte sich heraus, dass drei Fahrer des Rabobank-Teams in die Humanplasma-Affäre verwickelt waren, die die Wiener Blutbank betraf.