26. Februar 2025

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Düsseldorfer EG vor möglichem Abstieg aus der DEL

Düsseldorfer EG vor möglichem Abstieg aus der DEL

Die Düsseldorfer EG steht vor der Gefahr des Abstiegs aus der DEL. Der Ausfall von Top-Stürmer Tyler Gaudet könnte die Situation verschärfen.

Die Düsseldorfer EG hat am vergangenen Wochenende einen Hoffnungsschimmer erlebt, doch die Freude wurde durch die Verletzung von Top-Stürmer Tyler Gaudet getrübt. Nach einem schmerzhaften Check in das Band musste Gaudet vorzeitig vom Eis. Er, der zweitbeste Scorer des Teams, hatte in dem Spiel gegen die Löwen Frankfurt zwei Tore und drei Vorlagen erzielt, und sein Fehlen könnte für die DEG in der entscheidenden Phase der Hauptrunde verheerend sein.

Der stolzen DEG, die achtmal deutscher Meister wurde, droht nun der erste sportliche Abstieg aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Sollte der Klub am 7. März, dem Ende der Hauptrunde, als Letzter abschneiden, könnte die Liga auf die Ravensburg Towerstars hoffen, die in der DEL 2 spielen. Der einzige Club der Top-6-Teams der zweiten Liga, der die finanziellen Voraussetzungen für einen Aufstieg nicht erfüllt, wäre damit der Schlüssel für den Verbleib der DEG in der ersten Liga.

Der ehemalige Nationalspieler Philip Gogulla, der als gebürtiger Düsseldorfer besonders betroffen ist, äußerte seine Besorgnis über die aktuelle Lage des Vereins: „Mir bedeutet das emotional vielleicht nochmal mehr. Weil ich nun mal Düsseldorfer bin und weil ich das nie erleben möchte, dass der Worst Case eintrifft“, sagte der DEG-Kapitän.

In der DEL wird die Situation ebenfalls mit Spannung verfolgt. Der mögliche Abstieg eines der größten Marken im deutschen Eishockey würde die Liga stark beeinträchtigen. Das Traditionsduell zwischen Düsseldorf und Köln könnte wegfallen, was nicht nur die Fans, sondern auch die Liga selbst treffen würde.

Die Ursachen für die aktuelle Misere sind vielfältig. Gesellschafter, Management, Trainer und Spieler müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, nicht die besten Leistungen abgeliefert zu haben. Manager Niki Mondt hatte Schwierigkeiten, seine Saisonplanung aufgrund unklarer finanzieller Mittel zu gestalten, was dazu führte, dass Schlüsselspieler nicht in der gewünschten Form spielen konnten.

Die Ultras, die über einen langen Zeitraum nicht im Stadion präsent waren, trugen ebenfalls zu einer angespannten Stimmung bei. Erst seit kurzem sind sie aufgrund abgeschlossener Ermittlungen wieder zurück. Dennoch blieb die Leistung des Teams hinter den Erwartungen zurück, und Trainer Steven Reinprecht hat bisher keine Unterstützung in Form von personellen Änderungen erhalten.

Hauptgesellschafter Harald Wirtz stellte klar, dass es keine Veränderungen im Trainerteam geben wird, und die verbleibenden fünf Spiele werden zeigen, ob diese Entscheidung richtig war. Die Hoffnung bleibt, dass die Mannschaft sich zusammenreißt und den Abstieg abwendet: „Jeder kämpft, jeder will. Keiner gibt auf. Jeder hat Hoffnung“, sagte Spieler Jakub Borzecki.