27. Februar 2025

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Olympia-Zukunft: IOC erkennt World Boxing vorläufig an

Olympia-Zukunft: IOC erkennt World Boxing vorläufig an

Das IOC hat World Boxing vorläufig als Verbandspartner anerkannt, was die Chancen für eine olympische Zukunft des Boxsports erhöht.

Die Chancen auf eine olympische Zukunft des Boxsports haben sich verbessert. Der Exekutivrat des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat World Boxing als Verbandspartner innerhalb der olympischen Bewegung vorläufig anerkannt. Diese Mitteilung erfolgte nach einer Sitzung des IOC am Mittwoch.

Michael Müller, Sportdirektor des Deutschen Boxsport-Verbandes, äußerte sich erfreut: „Das ist ein sehr erfreulicher Tag für alle, die sich von Anfang an engagiert haben. Das haben uns nicht viele zugetraut, aber wir haben es im Rekordtempo so weit geschafft.“ Sein klares Ziel ist die vollständige Anerkennung als olympischer Spitzensportverband.

Die endgültige Aufnahme seitens des IOC könnte jedoch noch einige Monate oder sogar ein Jahr in Anspruch nehmen. Nur wenn die vollständige Anerkennung erfolgt, findet auch 2028 in Los Angeles ein olympisches Boxturnier statt. Thomas Bach, der scheidende IOC-Präsident, hatte während der Olympischen Spiele in Paris betont: „Wir wollen Boxen im Programm der Olympischen Spiele. Das ist das Ziel, aber nur mit einem verlässlichen Partner.“

Aktuell sieht es nicht danach aus, dass Boxen in Los Angeles Teil der Olympiade sein wird. World Boxing wurde im November 2023 in Frankfurt/Main gegründet und hat mittlerweile 78 Mitgliedsverbände aus fünf Kontinenten vereint, was ein wichtiges Kriterium des IOC erfüllt. Der Verband hat zudem in enger Abstimmung mit dem IOC Fortschritte in Bezug auf Anti-Doping-Bestimmungen, Transparenz, Good Governance und Compliance erzielt.

Für die Organisation der Boxturniere 2024 in Paris sowie 2021 in Tokio war das IOC verantwortlich, da die International Boxing Association (Iba) seit 2019 suspendiert ist. Diese wurde wegen Korruption, Problemen in der Führung und Wettbewerbsverzerrung kritisiert. Während der Spiele in Paris kam es zudem zu einem heftigen Streit zwischen dem IOC und der Iba über das Startrecht zweier Olympiasiegerinnen, Imane Khelif aus Algerien und Lin Yu-Ting aus Taiwan, die aufgrund von Geschlechtertests von der Iba von der WM ausgeschlossen worden waren.